Ökumenische Pilgerfahrt nach Marburg

Foto: Wolfgang Wuwer

Für viele Angehörige unserer Gemeinde bestand schon lange der Wunsch, zur Grabstätte der Namenspatronin unserer Kirche, der heiligen Elisabeth, zu pilgern. Am Passionssonntag, 5./6. April 2014, war es dann soweit. Wir fuhren zur Elisabethkirche in Marburg. Seit der Reformation ist Marburg ein evangelischer Pilgerort. Was lag dann näher, als unsere evangelischen Mitschwestern und –brüder der Martinsgemeinde zur Mitfahrt einzuladen und den langjährigen Kontakt zu ihnen aufzufrischen?

Somit begaben sich 23 Männer und Frauen der Martinsgemeinde und unserer Gemeinde unter Leitung von Ursula und Johannes Leibold auf eine ökumenische Pilgerfahrt zur Elisabeth-Kirche in Marburg. Neben dem Besuch des Gottesdienstes in der Elisabeth-Kirche zum Sonntag Judika sowie der anschließenden fachkundigen Führung durch das gotische Kirchengebäude, das dem Kölner Dom ähnelt, gehörten der Aufstieg zum Marburger Landgrafenschloss sowie die Aussicht vom Spiegellustturm auf die Stadt zum Programm dieses Wochenendes. Auch eine Nachtwächterführung durch die Marburger Altstadt am Samstagabend war von großem Interesse.

Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231) wird seitens der katholischen Kirche als Heilige verehrt und ist Namenspatronin unserer Kirche. Für die evangelischen Christen gilt Elisabeth, Ehefrau des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen, als Vorbild für ein nächstenliebendes Handeln gegenüber den Armen und Kranken. Ihre Grabstätte sowie der Schrein (um 1242), in dem ihre Gebeine bis zur Reformation im 16. Jahrhundert untergebracht waren, sind auch heute noch Ziel zahlreicher Pilgerfahrten.